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FDP sieht sich weiter im Aufwind

Hans-Günther Lohr (Wahlkreis Karlsruhe-Land) und Christopher Gohl MdB (Wahlkreis Bruchsal-Schwetzingen) zu neuen Bundestagskandidaten der Freien Demokraten gewählt

Ettlingen/Bretten/Bruchsal/Schwetzingen. Die Freien Demokraten haben mit dem Unternehmer und selbständigen Kaufmann Hans-Günther Lohr (51) aus Weingarten/Baden und dem Bundestagsabgeordneten Christopher Gohl (47) aus Tübingen zwei neue Kandidaten in den Bundestagswahlkreisen Karlsruhe-Land und Bruchsal-Schwetzingen gewählt. Bei zwei getrennten Wahlkreisvertreterversammlungen in Weingarten wurden die beiden Familienväter von zwei bzw. drei Kindern jeweils einstimmig gewählt.

Hans-Günther Lohr (51, l.) aus Weingarten/Baden und Christopher Gohl MdB (47) aus Tübingen sind die beiden neuen Kandidaten der FDP in den Bundestagswahlkreisen Karlsruhe-Land und Bruchsal-Schwetzingen. (Fotos: Wolfgang Vogt)

Nach der Wahl von Christian Jung in den Landtag und der darauf erfolgten Niederlegung seines Bundestagsmandats durch den Wechsel in die Landespolitik sowie dem Rückzug von Chris Brocke als Bundestagskandidat aus privaten Gründen, war eine Neuwahl der Bundestagskandidaten notwendig geworden. Christopher Gohl forscht und lehrt seit 2012 am Weltethos-Institut an der Universität Tübingen zur Entstehung und Wirkung von Werten, zur Ethik in Unternehmen und Wirtschaft und zur lernenden Demokratie. Er ist für Christian Jung in den Bundestag nachgerückt.

Die Freien Demokraten sehen sich deutlich im Aufwind, was viele Umfragen zeigten, die die FDP auf Bundesebene zwischen 12 und 14 Prozent sehen. In beiden Wahlkreisen hat die CDU zudem das Problem, dass verschiedene Vorwürfe gegenüber ihren bisherigen Bundestagsabgeordneten Axel Fischer und Olav Gutting rund um den Themenkomplex „Aserbaidschan“ durch „hörbares Schweigen und sichtbares Aussitzen“ nicht vollständig aufgeklärt wurden, weshalb die FDP nach Worten von Kreisvorsitzenden Heiko Zahn (Karlsruhe-Land) ihre Kandidaten als „besseres Angebot in der politischen Mitte für einen Neuanfang“ sehen. Im Wahlkampf wollen Lohr und Gohl, die sich beide als überzeugte Europäer sehen, nicht nur regionale Themen wie die Verkehrs- und Infrastrukturpolitik und die Herausforderungen durch die verschlafene Digitalisierung in Deutschland thematisieren.

„Dieses Land mit all seinen vielfältigen Menschen benötigt wieder mehr Zuversicht auf ein selbstbestimmtes Leben mit mehr Eigenverantwortung und wieder mehr Chancen auf Entwicklung. Es bedarf weniger staatlicher Regulierung und Verboten“, sagte Lohr. „Unsere Kinder sollen in einem zukunftsfähigen Europa aufwachsen können und wir müssen diesen gemeinsamen europäischen Gedanken gerade nach der Corona-Pandemie wieder stärken.“ Der breite Mittelstand als Leistungsträger unserer Gesellschaft benötige zudem wieder mehr Aufmerksamkeit und eine starke Stimme. „Das muss ein Hauptziel der Politik werden“, sagte Lohr weiter. Es sei deshalb wichtig, die Freien Demokaten bei der anstehenden Bundestagswahl zu stärken und sie damit wieder in Regierungsverantwortung zu bringen, um einen Aufbruch und eine zukunftsgewandte und lösungsorientierte Politik zu bekommen.

Ein wichtiges Motiv für seine Kandidatur ist für Christopher Gohl zudem, dass er damit die Demokratie stärken möchte: „Denn auch und gerade mit unterschiedlichen Überzeugungen und Positionen eint uns der gemeinsame Grundkonsens unseres Grundgesetzes als Demokratinnen und Demokraten. Das macht es für unsere Freiheit so wichtig – und unverhandelbar!“ Es sei wichtiger denn je, dass es auch auf regionaler Ebene wieder viele öffentliche Diskussionen über verschiedene Themen gebe, da die Politik die Aufgabe habe, in „den Wettbewerb um die besten Ideen für unsere Land“ zu gehen. Diesem Wettbewerb der Ideen will sich Christopher Gohl besonders gegenüber CDU-Bundestagsabgeordneten Olav Gutting stellen. Bei Gutting sehen die Freien Demokraten „diplomatisch gesagt deutlichen Optimierungsbedarf nicht nur in seiner Wahlkreisarbeit“, wie FDP-Kreisvorsitzender Heiko Zahn sagte. Christopher Gohl hatte sich gerade in einer Bundestagsrede auch die grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock vorgeknüpft. „Als Liberaler freue ich mich, wenn Frau Baerbock Klimapolitik zur Freiheitspolitik erklärt. Aber das grüne Wahlprogramm zeigt, dass Grüne Freiheit nur im Munde führen, nichts davon aber auf die Straße kriegen.“

Unterstützt werden die liberalen Bundestagskandidaten auch von den FDP-Abgeordneten Alena Trauschel (Landtag, Wahlkreis Ettlingen), Jens Brandenburg (Bundestag, Wahlkreis Rhein-Neckar), Christian Jung (Landtag, Wahlkreis Bretten) sowie von den FDP-Kreisvorsitzenden Alexander Kohl (Rhein-Neckar) und Heiko Zahn (Karlsruhe-Land), die ebenfalls wie die weiter aktiven Landtagskandidaten Timo Imhof (Wahlkreis Bruchsal) und Holger Höfs (Wahlkreis Schwetzingen) an den Vertreterversammlungen teilnahmen.

Freie Demokraten wollen Schwimmfähigkeit von Kindern sicherstellen

FDP-Kreisverband erfreut über liberalen Landtags-Antrag / Über 100.000 Kinder haben seit Beginn der Corona-Pandemie in Baden-Württemberg nicht schwimmen gelernt

Schon im Juni 2017 waren die beiden FDP-Politiker Timo Imhof und Christian Jung im Bruchsaler Freibad schwimmend unterwegs, um symbolisch die Seepferdchen-Prüfung abzulegen. Mit einem Aktionstag machte die DLRG Bruchsal darauf aufmerksam, dass 64 Prozent der Bruchsaler Drittklässler damals nicht schwimmen konnten. (Foto: Sebastian Weber)

Bruchsal/Bretten/Ettlingen. Die politische Arbeit der Freien Demokraten in und rund um Bruchsal sowie im Landkreis Karlsruhe findet nun auch im Stuttgarter Landtag ihren Widerhall. So setzen sich die Liberalen seit vielen Jahren vor allem durch das Engagement des Bruchsaler FDP-Ortsvorsitzenden Timo Imhof für eine deutlichere Steigerung von Schwimmkursen für Kindern im Grundschulbereich ein. 2017 konnten 64 Prozent der Bruchsaler Drittklässler nicht schwimmen.

„Im Jahr 2020 hat es einen erheblichen Rückgang bei den absolvierten Schwimmabzeichen in Baden-Württemberg gegeben. Die Schwimmverbände im Südwesten gehen davon aus, dass rund 100.000 Kinder und Jugendliche seit Beginn der Corona-Pandemie nicht schwimmen gelernt haben. Das müssen wir dringend ändern!“, sagt Timo Imhof. Zusammen mit FDP-Kreisvorsitzenden Heiko Zahn freut er sich nun, dass das Thema nun im Stuttgarter Landtag angekommen ist. Denn die FDP/DVP-Landtagsfraktion hat zusammen mit den beiden FDP-Landtagsabgeordneten Alena Trauschel (Wahlkreis Ettlingen) und Christian Jung (Wahlkreis Bretten) einen Antrag zur Sicherstellung der Schwimmfähigkeit von Kindern an die Landesregierung gestellt. Dadurch soll über das Parlament geklärt werden, auf welche Weise die Schwimmfähigkeit von Kindern sichergestellt werden soll und welche Probleme dabei im Blick behalten werden müssen, etwa hinsichtlich der Kosten beim Erhalt (kommunaler) Schwimmstätten.

Darüber hinaus will die FDP wissen, welche Maßnahmen die grün-schwarze ergreifen will, um die Schwimmfähigkeit von Kindern sicherzustellen, während die Anzahl der der zur Verfügung stehenden Schwimmflächen seit Jahren sinkt und Schwimmunterricht oftmals aufgrund der Distanzen zum nächsten geeigneten Schwimmbad, der langen Fahrzeiten oder aufgrund von fehlenden Lehrkräften nicht angeboten werden kann. In diesem Zusammenhang fordern die Freien Demokraten zudem einen Maßnahmenplan für den Erhalt von Schwimmstätten im Südwesten, insbesondere in kommunaler Trägerschaft, sowie eine Aktivierung von Rettungsschwimmkursen, die ebenfalls seit 2020 massiv zurückgegangen sind.

Digitale Veranstaltung von FDP-Landtagskandidatin Alena Trauschel am 1.2.2021

Die Coronakrise führt bei kleinen Unternehmen zu dramatischen Problemen. Die Hilfen sind zu bürokratisch, zu wenig und kommen zu spät an – wenn überhaupt. Gastronomie, Handel, aber auch Soloselbständige, Künstler und Freelancer stehen mit dem Rücken zur Wand. Wir müssen endlich mehr für kleine Unternehmen unternehmen

FDP-Landtagskandidatin Alena Trauschel diskutiert mit:

Michael Theurer, FDP-Landesvorsitzender und stv. Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion

Petra Lorenz, Präsidentin Handelsverband Nordbaden

Jan Fierus, Freelancer & Eventtechniker JF Eventservice, Pfinztal

sowie mit den Zuschauerinnen und Zuschauern!

FDP-Bundestagsabgeordnete unterstützen Tageselternvereine im Landkreis

Die beiden FDP-Politiker Jens Brandenburg MdB und Christian Jung MdB unterstützen die beiden Tageselternvereine im Landkreis Karlsruhe und setzen sich für eine Ausweitung der Kindertagespflege in Baden-Württemberg ein. (Foto: Sebastian Weber)

Ettlingen/Bruchsal. Die FDP-Bundestagsabgeordneten Jens Brandenburg (Rhein-Neckar) und Christian Jung (Karlsruhe-Land) besuchten Ende September 2020 die beiden Tageselternvereine im Landkreis in Bruchsal und Ettlingen. Die Tageselternvereine sind im Landkreis flächendeckend aktiv. “Durch die familiennahen Betreuungsformen beider Vereine, wird nicht nur der Grundstein zur späteren Bildung gelegt, sondern ebenso die wesentlichen sozialen Aspekte gefördert und geprägt. Durch kleine Gruppen von maximal fünf Kindern kann individuell auf die Persönlichkeit der in der Regel unter 3-Jährigen eingegangen werden”, sagte Christian Jung, der wie sein Bundestagskollege Jens Brandenburg die Tageseltern als gleichberechtigte Form in der Kinderbetreuung und frühkindlichen Bildung ansieht.

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