Schnelles Internet, B36-Ausbau und Bahn-Lärmschutz

FDP-Bundestagskandidat Dr. Christian Jung besuchte Graben-Neudorf und Bürgermeister Christian Eheim

Zu einem Informationsgespräch trafen sich Graben-Neudorfs Bürgermeister Christian Eheim und FDP-Bundestagskandidat und Regionalverbandsmitglied Dr. Christian Jung. (Foto: p.)

Graben-Neudorf. Zu einem Informationsgespräch über die Herausforderungen und die Zukunft von Graben-Neudorf mit einem anschließenden Rundgang durch die Gemeinde trafen sich vor kurzem Bürgermeister Christian Eheim (SPD) und FDP-Bundestagskandidat und Regionalverbandsmitglied Dr. Christian Jung (Wahlkreis 272 Karlsruhe-Land). Dabei wurden u.a. die Außenanlagen der Pestalozzi-Gemeinschaftsschule und der derzeit im Umbau befindlichen Pestalozzi-Halle sowie das neue Baugebiet Mitte Ost IV besichtigt. Dies beweist die Attraktivität von Graben-Neudorf in der Region Karlsruhe und darüber hinaus als sehr attraktive Wohngemeinde in zentraler Lage.

Bürgermeister Christian Eheim schilderte die großen Anstrengungen der Gemeinde und Bevölkerung bei der Anschlussunterbringung von anerkannten Flüchtlingen, die man überwiegend dezentral in Wohnungen unterbringe, die die Gemeinde miete. Dies sei die beste Strategie für eine gelungene Integration der Menschen. Sehr positiv und als vorbildlich sieht Christian Jung zudem das Engagement der Gemeinde bei der Schaffung eines kommunalen Glasfasernetzes, das zum Teil mit Förderung des Landes und Kreises verwirklicht wird. „Wer sich mit 50 MBits/s zufrieden gibt, hat die Zukunft schon verloren. Das Engagement für ein schnelles Internet braucht mutige Infrastrukturentscheidungen, davon werden hier alle Menschen profitieren, insbesondere Firmen und Selbständige“, sagte Christian Jung.

Der FDP-Politiker setzt sich zudem für die komplette Abschaffung der Grunderwerbssteuer für selbstgenutztes Wohneigentum ein. Er hält es ebenso für notwendig, dass die B36/B35 von Eggenstein/Leopoldshafen bis zur Abzweigung nach Germesheim/Mannheim bei Philippsburg langfristig auf vier Spuren ausgebaut wird. „Der Telematik-Ansatz des Regierungspräsidiums mit drei Spuren bis Graben-Neudorf ist gut, aber nur ein Zwischenschritt, da der Verkehr in unserer Region als einer europäischen Hauptverkehrsader massiv zunehmen wird. Fahrradschnellwege wie von den Grünen gefordert sind dabei keine Alternative, sondern nur eine Ergänzung.“

Eheim und Jung wollen in Zukunft besonders beim Bahn-Lärmschutz eng zusammenarbeiten. Beide sehen es als notwendig an, dass vor einem Neubau einer Güterzugstrecke zwischen Graben-Neudorf und Karlsruhe erst einmal die bisherigen durch die Gemeinde verlaufenden Altstrecken der Bahn auf den neuesten Lärmschutz-Stand gebracht werden. Denn in den kommenden Jahren wird vor allem der Güterzugverkehr weiter massiv ansteigen, was die betroffenen Menschen schon jetzt täglich und in den Nachtstunden merken. „Besonders für Graben-Neudorf brauchen wir einen ganzheitlichen Lärmschutzansatz: Umbaumaßnahmen bei Weichen und im Fundament rund um den Bahnhof, ein Schienenschleifmanagement, neue und höhere Lärmschutzwände, leisere Lokomotiven und Güterzugwagen“, sagte Christian Jung, der prinzipiell dem Schienengüterverkehr positiv gegenüber steht. „Die Menschen an den Bahnlinien brauchen aber einen besseren Lärmschutz. Nur durch ein Engagement hierfür und die Akzeptanz der Bevölkerung können wir im Rheintal noch mehr Güter auf die Schiene verlagern, um die Spitze des Zuwachses im LKW-Verkehr in Zukunft abfedern zu können.“