Rhein-Hochwasserschutz

Freie Demokraten für durchdachten und ökologisch sinnvollen Rhein-Hochwasserschutz

FDP-Fraktionsvorsitzender Dr. Hans-Ulrich Rülke und FDP-Bundestagskandidat Dr. Christian Jung besuchten Dettenheim / Gespräch mit Bürgermeisterin Ute Göbelbecker und Bürgermeister Stefan Martus zur Zukunft von „Elisabethenwört“

FDP-Fraktionsvorsitzender Dr. Hans-Ulrich Rülke MdL (v.l.), Bürgermeisterin Ute Göbelbecker, FDP-Bundestagskandidat Dr. Christian Jung und Bürgermeister Stefan Martus setzen sich gemeinsam für einen durchdachten und ökologisch sinnvollen Rhein-Hochwasserschutz ein. Das Naturschutzgebiet „Elisabethenwört“ darf nicht zerstört werden. (Foto: CB)

Dettenheim/Philippsburg. Die Freien Demokraten lehnen das geplante Rhein-Rückhaltebecken „Elisabethenwört“ in der bisherigen Konzeption mit sogenannten „ökologischen Flutungen“ ab. Dies wurde bei einem Vor-Ort-Termin von FDP-Fraktionsvorsitzenden im baden-württembergischen Landtag, Dr. Hans-Ulrich Rülke MdL, und FDP-Bundestagskandidaten Dr. Christian Jung (Karlsruhe-Land) vor kurzem deutlich. Rülke und Jung trafen sich in Dettenheim mit Bürgermeisterin Ute Göbelbecker und ihrem Philippsburger Bürgermeister-Kollegen Stefan Martus. FDP-Bundestagskandidat Christian Jung hatte schon vorher mehrmals das Naturschutzgebiet „Russheimer Altrhein“ auf Elisabethenwört in Rußheim, Huttenheim und Rheinsheim besucht und sich mit Vertretern von Bürgerinitiativen getroffen.

Bei dem Treffen ließen sich die beiden FDP-Politiker alle wichtigen Gründe schildern, weshalb die Kommunen Dettenheim und Philippsburg die bisherigen Planungen kritisch hinterfragen bzw.  großen Teilen der Planungen ablehnend gegenüberstehen. Nach dem aktuellen Wirksamkeitsnachweis der Hochwasserrückhaltemaßnahmen am Oberrhein ist ein kleiner Retentionsraum ausreichend um die Vorgaben des integrierten Rheinprogramms zu erfüllen. Bei genauer Betrachtung kann sogar auf diese Variante verzichtet werden. Der Altrhein müsse auf jeden Fall als Vorfluter erhalten bleiben, um schädliches Grundwasser von der Ortsbebauung Rußheims, den nördlich gelegenen Aussiedlerhöfen und der Ortsbebauung Rheinsheims fernzuhalten. Befürchtet wird zudem neben einer massiven Naturzerstörung durch die Flutungen eine neue Stechmückenproblematik. Im Hochwasserfall dürfe der Retentionsraum Elisabethenwört im Steuerungsregime Hochwasserschutz am Oberrhein zudem erst als letzter der 13 Rückhalteräume geflutet werden, fordern die Bürgermeister.

Nach Ansicht von Christian Jung darf ein sinnvoller Rhein-Hochwasserschutz nicht zur Umweltzerstörung führen. Die geplanten ökologischen Flutungen würden den in den vergangenen 200 Jahren entstandenen Naturraum, bei der großen Variante auch das gesamte Naturschutzgebiet „Russheimer Altrhein“ mit seinen geschützten Tier- und Pflanzenarten zerstören. „Ich wiederhole mich: Wir werden bei der anstehenden Bürgerbeteiligung und dem Planfeststellungsverfahren für den Rheinpolder Elisabethenwört alle Möglichkeiten ausschöpfen, um dieses Vorhaben in seiner Maximalvariante zu verhindern“, sagte der FDP-Politiker.