Prof. Karl-Ernst Noreikat referierte über Mobilität in Ettlingen und in der Region Karlsruhe

Der Vortrag des Daimler-Experten für alternative Antriebe und Lehrbeauftragter am KIT Prof. Karl-Ernst Noreikat  stellte Anfang Juli 2017 in der Ettlinger Verkehrsschule den interessierten Zuhörern die zahlreichen zusammenhängenden Aspekte der Mobilität in Ettlingen und für die Ettlinger dar.

Christian Jung (l), Prof. Noreikat und Ortsvorsitzender Martin Keydel

Die zahlreichen Verkehrsmittel – Bahn, öffentlicher Personennahverkehr, motorisierter Individualverkehr, Fahrrad, zu Fuß – stellen ein lebendiges System dar, das sich gegenseitig bedingt und ergänzt. Keineswegs sollten einzelne Verkehrsmittel ohne fundierte Begründung verteufelt werden, das Verkehrschaos in und um Ettlingen würde noch viel schlimmer werden. Versteht man die beruflich, wirtschaftlich, aber auch privat bedingte Mobilität als System, das sich zudem ständig wandelt, können die existierenden Schwachstellen erkannt werden und effiziente, effektive Konzepte für die Zukunft entwickelt werden.

Schwachstellen sind z.B. die fehlende 2. Rheinbrücke sowie der Ausbau der B36 zwischen Karlsruhe und Philippsburg auf vier Spuren und der A8 zwischen Walldorf und Ettlingen auf acht Spuren. Darauf hatte in seinem Grußwort bereits der FDP-Bundestagskandidat des Wahlkreises Karlsruhe-Land, Dr. Christian Jung, hingewiesen.

 

Die Struktur, wonach die Zentren wie Ettlingen täglich mehr Einpendler als Auspendler ausweisen zeigt, dass ein Großteil der arbeitenden Bevölkerung im Umland wohnt und daher zumeist auf den Pkw angewiesen ist. Ändert man dies, was gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung geschehen würde, entstehen nicht nur übergroße Zentren und aussterbende Ortschaften, sondern die Preise für Immobilien in Stadt und Stadtnähe würden weiter steigen, Werte zwischen 35% und 65% werden von Experten ausgerechnet.