Freie Demokraten fordern nun gemeinsame Planungen für B36-Querspange und neue Stromtrasse

FDP-Regionalräte Manfred Will und Christian Jung wollen bisherige Strommasten zwischen Eggenstein und Leopoldshafen zur Bundesstraße B36 versetzen lassen

 

Die beiden FDP-Regionalverbandsmitglieder Fraktionsvorsitzender Manfred Will (Mitte) und Dr. Christian Jung (r.), der im Wahlkreis 272 Karlsruhe-Land für die Freien Demokraten bei der Bundestagswahl antritt, fordern eine gemeinsame Planung der B36-Querspange zur Zweiten Rheinbrücke und der neuen Stromtrasse Weinheim-Karlsruhe an Eggenstein-Leopoldshafen vorbei, um die Bevölkerung zu entlasten. Das Foto zeigt die FDP-Politiker Mitte März 2017 bei einem Vor-Ort-Termin zusammen mit Dr. Damian Wolnicki (l.) von der Bürgerinitiative „Strom-Mast-Frei Eggenstein-Leopoldshafen.“ (Foto: AS)
Die beiden FDP-Regionalverbandsmitglieder Fraktionsvorsitzender Manfred Will (Mitte) und Dr. Christian Jung (r.), der im Wahlkreis 272 Karlsruhe-Land für die Freien Demokraten bei der Bundestagswahl antritt, fordern eine gemeinsame Planung der B36-Querspange zur Zweiten Rheinbrücke und der neuen Stromtrasse Weinheim-Karlsruhe an Eggenstein-Leopoldshafen vorbei, um die Bevölkerung zu entlasten. Das Foto zeigt die FDP-Politiker Mitte März 2017 bei einem Vor-Ort-Termin zusammen mit Dr. Damian Wolnicki (l.) von der Bürgerinitiative „Strom-Mast-Frei Eggenstein-Leopoldshafen.“ (Foto: AS)

 

Kronau/Eggenstein-Leopoldshafen. Die Freien Demokraten in der Region Karlsruhe begrüßen die Fortschritte bei den zwei Planfeststellungsverfahren zur Zweiten Rheinbrücke zwischen Karlsruhe und Wörth, die im Herbst 2017 in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz abgeschlossen sein sollen. „Das ist für uns als langjährige Kämpfer für eine nachhaltige und durchdachte Infrastruktur in der Region ein sehr freudiges Ereignis“, sagte der FDP-Fraktionsvorsitzende im Regionalverband Mittlerer Oberrhein Manfred Will am Donnerstag nach einer Sitzung der Planungsausschüsse der Regionen Mittlerer Oberrhein und Metropolregion Rhein-Neckar in Kronau (Landkreis Karlsruhe) am Vortag. Vor allem die Grünen in und rund um Karlsruhe müssten jetzt ihre „ideologische Blockadehaltung“ beenden, damit das Jahrhundertprojekt endlich gebaut werden könnte.

In einem weiteren Schritt wird nun in einem getrennten Verfahren auch die Querspange zur Bundesstraße B36 geplant. Manfred Will und sein Fraktionskollege Dr. Christian Jung verbinden dies mit der Forderung, mit der Querspangentrasse auch die Trassenführung der angestrebten neuen Starkstromtrasse von Weinheim nach Karlsruhe zu verbinden.

„Die FDP hat sich bereits dafür ausgesprochen, die bestehende Stromtrasse entlang des Pfinzentlastungskanals zwischen Eggenstein und Leopoldshafen aus dem Wohnbereich heraus an die B 36 zu legen. Nachdem jetzt intensiv die Querspange südlich von Eggenstein zwischen der B36 und der Zweiten Rheinbrücke geplant wird, liegt es auf der Hand, diese beiden Planfeststellungsverfahren in Einklang zu bringen“, sagte Christian Jung, der für die Freien Demokraten im Wahlkreis 272 Karlsruhe-Land bei der Bundestagswahl am 24. September 2017 antritt. Für Will und Jung wäre es „widersinnig, bei dem jetzt für das zweite Halbjahr angekündigten Genehmigungsantrag der Transnet BW GmbH zur neuen Stromtrasse eine Variante zu präferieren, die schon in ein bis zwei Jahren durch die Straßenplanung konterkariert wird.“ Die Transnet BW GmbH ist eine hundertprozentige Tochter des EnBW-Konzerns. Die Freien Demoraten fordern auch deshalb alle an beiden Verfahren beteiligten Personen, Entscheidungsträger, Institutionen und Unternehmen dazu auf, alle planerischen Überlegungen diesbezüglich zu verknüpfen. „Wir sehen es als Beleidigung der betroffenen Bürger an, wenn in der Öffentlichkeit der Eindruck weiter erweckt wird, es müsse erst Abstimmungen wegen einer Trassenverlegung zum Beispiel mit Karlsruhe und Neureut geben, das Planfeststellungsverfahren zur B36-Querspange aber ausgeblendet wird, obwohl alle verantwortlichen Mandatsträger auch in der Regionalversammlung in die öffentlichen Planungen und die Debatte eingebunden sind“, betonten Will und Jung abschließend.

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