Freie Demokraten fordern bessere Bahn-Infrastruktur

Nach Sperrung der Rheintalbahn:
Freie Demokraten fordern bessere Bahn-Infrastruktur

Bundestagskandidat Christian Jung in Graben-Neudorf.

Regionalverbandsmitglied und FDP-Bundestagskandidat Dr. Christian Jung (Karlsruhe-Land) fordert entlang der Rheinschiene und in der Region Karlsruhe eine bessere Bahn-Infrastruktur. (Foto: zg)

Karlsruhe/Graben-Neudorf. Nach der Sperrung der Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Offenburg fordert Regionalverbandsmitglied und FDP-Bundestagskandidat Dr. Christian Jung (Karlsruhe-Land) eine Ausweichstrecke für die Rheintalbahn und eine Optimierung der Bestandsstrecken in der Region Karlsruhe. „In den vergangenen Jahren habe ich immer angemahnt, dass wir für die Rheintalbahn dringend eine Ausweichstrecke benötigen, da wir es hier auch mit einer internationalen Fernverkehrs- und Güterzugstrecke zu tun haben“, sagte Jung am Montag (14.8.2017) in Graben-Neudorf.

Dafür biete sich die alte und nach dem Zweiten Weltkrieg zurückgebaute Strecke zwischen Wörth, der Region um Hagenau und Straßburg an, die mit einem deutsch-französischen Staatsvertrag zweigleisig reaktiviert und elektrifiziert werden könnte. „Wichtige Bahnstrecken brauchen immer auch Umleitungsstrecken. Ich sage dies seit mehreren Jahren, da im Rheintal vor allem der Güterzugverkehr massiv ansteigen wird und vor knapp 30 Jahren wichtige Bahn-Infrastruktur-Entscheidungen nicht getroffen wurden. Dies rächt sich jetzt, zumal auch rund um Karlsruhe Umfahrungskurven und zwischen Basel und Karlsruhe bis zu zwei Eisenbahnbrücken über den Rhein fehlen“, sagte Jung. Dringend benötige man zudem ein Konzept, wie die Bahn-Bestandsstrecken in der Region Karlsruhe optimiert werden könnten, um den zusätzlichen Zugverkehr in den kommenden Jahren bewältigen zu können. Hier müssten alle politisch Verantwortlichen aktiver werden, da Streckensperrungen für Pendler, Reisende und die Güterzug-Logistik eine „absolute, aber vermeidbare Katastrophe“ darstellten.