Freie Demokraten ermahnen Goodyear-Management zur sozialen Verantwortung

Geplante Schließung des Reifenwerks in Philippsburg: FDP-Bundestagskandidaten Hendrik Tzschaschel und Christian Jung kritisieren Goodyear-Werbung zu „Halloween“ als „zynisch und nicht respektvoll gegenüber Beschäftigten“

Philippsburg/Bruchsal. Die Freien Demokraten haben das Management von Goodyear und deren Europa-Konzernpräsidenten Jean-Claude Kihn aufgefordert, die Grundsätze der Sozialen Marktwirtschaft und der daraus resultierenden ethischen Verantwortung einzuhalten. „Es ist mehr als grenzwertig und gegen alle Grundsätze der Sozialen Marktwirtschaft, wenn die knapp 900 Beschäftigten nach rund 50 erfolgreichen Jahren am Standort Philippsburg ohne Vorwarnung mitgeteilt bekommen, dass das Werk schließen soll“, sagte FDP-Bundestagskandidat Hendrik Tzschaschel (Wahlkreis Bruchsal-Schwetzingen). Er sieht nun die Stuttgarter Landesregierung und das baden-württembergische Wirtschaftsministerium am Zug, die klären müssten, ob der Standort des Reifenwerks durch Alternativkonzepte gerettet werden könne und welche Zukunftsideen es für die Region gebe.

„Der Fall ist sehr ernst. Wir brauchen keine Symbolpolitik und aktionistische Handlungen einzelner Politiker, sondern ein mit allen Beteiligten abgestimmtes Vorgehen durch die Landesregierung. Dies wird den Goodyear-Beschäftigten am meisten bringen“, sagte FDP-Regionalverbandsmitglied und Bundestagskandidat Dr. Christian Jung (Wahlkreis Karlsruhe-Land). Empört zeigte er sich über eine offiziell im Internet verbreitete Werbung von Goodyear zu „Halloween“, wo Facebook-Nutzer dazu aufgerufen wurden, ihren „Lieblings-Grusel-Song“ bis zum 31. Oktober 2016, 12.00 Uhr, mitzuteilen. „Gruselig ist für mich alleine die interne und auch externe Kommunikation von Goodyear. Eine solche Werbung ist zynisch und wenig respektvoll gegenüber den Beschäftigten des Philippsburger Reifenwerks und ihren Familien“, betonte der FDP-Politiker. Hendrik Tzschaschel und Christian Jung kündigten nach Rücksprache mit Bürgermeister Stefan Martus zudem an, am 8. November 2016 an der öffentlichen Gemeinderatssitzung in Philippsburg teilzunehmen. Dabei wollen sich dann auch Manager aus der Hanauer Goodyear-Deutschland-Zentrale erklären.

Freie Demokraten FDP
Kreisverband Karlsruhe-Land
Pressemitteilung vom 30./31. Oktober 2016
www.fdp-karlsruhe-land.de