FDP-Politiker besuchten riesige Heilpflanzenkultur von Terra Medica

Stutensee-Staffort. Staatsminister a.D. Michael Link (Heilbronn) und FDP-Bundestagskandidat Dr. Christian Jung (Karlsruhe-Land) besuchten Ende Juli 2017 die Freilandfläche „Terra Medica“ zum Heilpflanzenanbau der Arzneimittelhersteller Dr. Willmar Schwabe und Deutsche Homöopathie-Union (DHU) in Staffort. Dabei wurden die beiden FDP-Politiker von einer Gruppe von Liberalen aus der Region begleitet und kamen auch mit Unternehmens-Vertretern ins Gespräch, die sich sehr über den Besuch freuten.

Die Arzneipflanzenkulturen in Staffort sind seit 1976 in Betrieb und haben mit weiteren Freiflächen in Bruchsal-Untergrombach eine Größe von 16 Hektar. 19 Mitarbeiter bauen dort 600 unterschiedliche Heilpflanzen an – vollständig ökologisch,  ohne Herbizide und Insektizide. Das warme Klima und der regionale Sonderkulturboden auf dem in der Landwirtschaft Spargel, Frühkartoffeln, Gurken und Tabak angebaut werden, bieten auch den Heilpflanzen ideale Wachstumsbedingungen. Die ausschließlich per Hand geernteten Pflanzen bzw. Pflanzenteile werden im nahe gelegenen Hauptwerk der DHU in Karlsruhe zu homöopathischen Arzneimitteln weiter verarbeitet. Die jährliche Erntemenge beträgt bis zu 60 Tonnen.

2014 wurde ein Besucherzentrum in Betrieb genommen, in dem sich vor allem interessierte Apotheker über Heilpflanzen informieren können (nach Anmeldung). Die Anlage Terra Medica ist ein Beispiel für biologisches Gleichgewicht durch größtmögliche Artenvielfalt. Schädliche Insekten z. B. werden durch eine Vielzahl Tiere wie Frösche, Fledermäuse (die im Keller des Besucherzentrums einen Platz haben) und Vögel in Schach gehalten. In der Wintersaison werden aus den für Zuchtzwecke angebauten Pflanzen die Samen gewonnen und in Gewächshäuern zum Keinem gebracht. Etwa 200.000 Jungpflanzen entstehen auf diese Weise und werden im Frühjahr auf den Freiflächen wieder eingesetzt. Bodenuntersuchungen haben erwartungsgemäß bislang in Staffort und der Umgebung noch nie Schwermetallbelastungen (auch nicht Spuren) gezeigt. Drei Mal im Jahr wird die Anlage für Besucher geöffnet, Anmeldung ab 2018 unter www.terramedica.de.