Archiv der Kategorie: Karlsruhe

Landkreis Karlsruhe muss Alternativen für Karlsruher Hauptstandort prüfen

FDP-Bundestagsabgeordneter Christian Jung fordert Bewegung statt Stillstand beim Landkreis-Hochhaus und schlägt die Suche nach einem alternativen Standort vor.

Karlsruhe/Landkreis Karlsruhe. Der Abriss des Landkreis-Hochhauses in Karlsruhe gerät mehr und mehr zur Hängepartie. Wie in dieser Woche bekannt wurde, kommt eine Petition der Arbeitsgemeinschaft Karlsruher Stadtbild e.V. zum Erhalt des Gebäudekomplexes nicht voran, da eine Stellungnahme der Stadt Karlsruhe auf sich warten lässt. Nach aktuellem Stand, wird sich das Großprojekt deshalb stark verzögern. Der FDP-Bundestagsabgeordnete und Regionalrat Christian Jung (Karlsruhe-Land) warnt infolgedessen vor einer zeitlichen und planerischen Schieflage und schlägt die Suche nach einem alternativen Standort für das Landratsamt vor, sollten sich die Abrisspläne und die damit verbundene Neubauplanung des Landratsamtes weiter verzögern.

„Wir müssen aufpassen, dass sich der Abriss des Hochhauses nicht wie der Bau der Zweiten Rheinbrücke zwischen Karlsruhe und Wörth zu einer weiteren Episode der unendlichen Geschichte für die Stadt Karlsruhe entwickelt“, erklärt Christian Jung am Dienstag. Der Abgeordnete, der Mitglied im Bundestagsausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur ist, fordert, dass die Karlsruher Stadtverwaltung und Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup auf eine schnelle Klärung hinwirken sollen. Andernfalls müsse sich die Landkreisverwaltung und Landrat Dr. Christoph Schnaudigel sofort auf die Suche nach alternativen Standorten begeben. Warum die Zeitvorgaben bisher so deutlich überschritten wurden, ist aus Sicht des FDP-Politikers unklar. „Ich hoffe nicht, dass man auch im Falle des Landkreis-Hochhauses im Rathaus eine Verhinderungsstrategie entwickelt“, betont Jung. Alternative Standorte im Landkreis, die über geeignete Rahmenbedingungen verfügen, könnten sich ihm zufolge in Rheinstetten oder Ettlingen finden lassen. Da auch das Petitionsergebnis völlig offen ist, müssten Kreistag und Landkreisverwaltung alle weiteren Optionen zur Verlagerung des Standortes „jetzt genauestens prüfen“.

Forschungsfabrik für Batteriezellen: „Entscheidung gegen Ulm und Karlsruhe ist nicht nachzuvollziehen“

FDP-Bundestagsabgeordneter Christian Jung besuchte den Tag der offenen Tür des KIT / Kritik an Entscheidung von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU)

Karlsruhe/Ulm/Münster. „Es ist schon ein Schlag ins Gesicht von Ulm, der Region Karlsruhe und des KIT sowie für Baden-Württemberg und Bayern, dass die mit 500 Millionen Euro vom Bund geförderte Forschungsfabrik für Batteriezellen nun nach Münster in die direkte Nähe des Bundestagswahlkreises Steinfurt III von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) kommt. Diese reine politische Entscheidung ist für den Karlsruher Bundestagsabgeordneten und FDP-Landesvorsitzenden Michael Theurer und mich von den Fakten und dem eingereichten Konzept nicht nachvollziehbar“, sagte FDP-Bundestagsabgeordneter Christian Jung (Karlsruhe-Land) beim Tag der offenen Tür des KIT am Campus Ost. In und rund um Ulm und Karlsruhe hätte eine perfekte Forschungs-Infrastruktur für die Forschungsfabrik für Batteriezellen bereitgestanden.

Das Karlsruher Institut für Technologie als Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft hat mit seinen 9300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Ziel, zu den globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie, Mobilität und Information zu leisten. Beim Rundgang mit Präsident Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka beim Tag der offenen Tür wurden in diesem Zusammenhang am 29. Juni 2019 unter dem Motto „EFFEKTVOLL“ verschiedene Forschungseinrichtungen, Labore und Prüfanlagen vorgestellt. U.a. konnte auch die Studierengruppe „KA-RaceIng“ besucht werden, die jedes Jahr für die Formula Student drei neue Rennwagen baut und mit ihren live vorgeführten Verbrenner- und Elektroflitzern schon Weltmeister wurden. Am KIT selbst setzt man wie Christian Jung und die Freien Demokraten auf Technologieoffenheit und nicht auf eine einseitige Fixierung der rein batteriegetriebenen Mobilität bei Autos und Nutzfahrzeugen, die immer mehr ökologische, soziale und ethische Fragen aufwirft.

„Stattdessen müssen wir die Verbrennermotoren mit Hybridkomponenten weiterentwickeln und diese mit synthetischen Kraftstoffen (E-Fuels/reFuels) betanken. Dann werden die Ökologie, Ökonomie und die Mobilität in den kommenden zehn Jahren in eine durchdachte Harmonie kommen“, sagte Christian Jung, der immer wieder verwundert ist, dass vor allem die Grünen nicht das Potenzial von synthetischen Kraftstoffen erkennen und eine „batteriegetriebene Auspufffixierung besitzen, ohne Produktionsketten in Bezug auf den CO2-Ausstoß zu analysieren.“ Im Rahmen des Strategiedialogs Automobilwirtschaft (SDA) erforscht das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zusammen mit Partnern aus der Automobil-, Automobilzuliefer- und Mineralölindustrie sowie mit Förderung der Landesregierung Baden-Württemberg die Chancen von synthetischen Kraftstoffen. Das Projekt „Refuels – Kraftstoffe neu denken“ soll dabei die synthetischen Kraftstoffe unter einem ganzheitlichen Blickwinkel betrachten.

Freie Demokraten erreichen alle Wahlziele

Liberale im Landkreis Karlsruhe gewinnen fünften Sitz im Kreistag und verzeichnen Zugewinne in allen Wahlkreisen. Kommunale Basis deutlich ausgebaut.

Landkreis Karlsruhe. Die Freien Demokraten im Landkreis Karlsruhe freuen sich über den Ausbau ihrer kommunalen Präsenz. Bei der Kreistagswahl konnten die Liberalen flächendeckend in allen Wahlkreisen Zugewinne verbuchen. Im neuen Kreistag wird die FDP mit fünf Sitzen vertreten sein. „Der Ausbau der kommunalen Basis kommt Schritt für Schritt voran, das ist der richtige Weg“, freut sich Heiko Zahn, Kreisvorsitzender der Freien Demokraten. Er stellt fest: „Wir haben alle Wahlziele erreicht. Während wir im Kreistag ein weiteres Mandat errungen haben, konnten wir auch in den Städten und Gemeinden des Landkreises teilweise deutliche Zugewinne verbuchen“. Im Kreisparlament will man nun gestärkt an die erfolgreiche Arbeit der bisherigen Fraktion anknüpfen. Dabei stehen vor allem die Themen digitaler Landkreis, gut ausgestattete Schulen und eine zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur auf der Agenda. Nach der vorläufigen Zuteilung ziehen in den Kreistag ein: Prof. Dr. Jürgen Wacker (Bruchsal), Dr. Martin Keydel (Ettlingen), Werner Schön (Walzbachtal), Willy Nees (Eggenstein-Leopoldshafen) und Gernot Lorch (Linkenheim-Hochstetten). Das kreisweit beste Ergebnis erreichten die Liberalen mit 15,61 Prozent in Walzbachtal.

Beim Blick in den Landkreis hinein, zeigen sich Erfolge auch in den einzelnen Kommunen. „Hier sind viele Ortsverbände mit einem klaren kommunalpolitischen Profil angetreten“, unterstreicht Zahn. Im Ergebnis konnten die Freien Demokraten ihre Mandate allesamt verteidigen oder sogar ausbauen. Im Karlsbader Gemeinderat gibt es nun erstmals einen Sitz für die FDP und in Rheinstetten konnte der Wiedereinzug ins Kommunalparlament nach langjähriger Abwesenheit gemeistert werden. Auch der vielerorts angestrebte Generationenwechsel konnte, wie z.B. in Bretten, erfolgreich vollzogen werden.

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Wirtschaftspolitischer Talk: “Wohnen, Verkehr und Infrastruktur – Herausforderungen für die Region Karlsruhe in den kommenden 20 Jahren”

Auf Einladung des Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Baden-Württemberg hielt der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung (Karlsruhe-Land) am 30. April 2019 in der Filiale von Schürrer-Fleischer Immobilien in Karlsruhe einen Vortrag über die Herausforderungen im Infrastrukturbereich für die Region Karlsruhe. Dabei wurde er von Sektionsvorsitzenden Johannes-Georg Voll und dem gastgebenden Unternehmer Peter Schürrer begrüßt.

“Was uns fehlt, ist ein Infrastruktur-Masterplan” – so lautet die Kernbotschaft von Christian Jung. Die marode Infrastruktur und Kapazitätsengpässe auf Schiene, Straße, Wasser, Luft würden zunehmend zum Problem für Anwohner und die Logistikbranche. Man müsse den Ausbau wichtiger Infrastrukturprojekte mit digitalen Planungsverfahren und 24-Stunden-Baustellen beschleunigen.

So kritisierte Jung ebenso die verfrühte Festlegung auf die Elektromobilität als Antrieb der Zukunft und empfahl technologieoffen zu forschen und fördern.

Ein flächendeckender Breitbandausbau sei der Schlüssel für Innovation in der Logistik und Infrastruktur, sagte der liberale Abgeordnete. Prozesse müssten zukünftig digital gesteuert werden. Jedoch sei die Bundesregierung bei der Entwicklung und dem Ausbau der digitalen Infrastruktur stark hintendran.