Archiv der Kategorie: Erik Schweickert

Zwei-Bezirke-Forum der FDP in Ettlingen

Freie Demokraten sprechen über “Verkehr” und “Pflege”

Beim Zwei-Bezirke-Forum der Freien Demokraten sprachen in Ettlingen u.a. (v.l.) Christian Jung MdB, Pascal Kober MdB, Prof. Dr. Erik Schweickert MdL und Stefan Tritschler. (Foto: MP)

Ettlingen. Die Verkehrsbelastung in der Region Karlsruhe und die Zukunft der “Pflege” standen im Mittelpunkt des Zwei-Bezirke-Forum der FDP-Bezirksverbände Mittelbaden und Nordschwarzwald in Ettlingen. Dabei forderte FDP-Bundestagsabgeordneter Christian Jung (Wahlkreis Karlsruhe-Land) die grün-schwarze Landesregierung auf, endlich Klarheit bei den Richterstellen und deren Ausstattung am Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim zu schaffen. “Es ist ein Armutszeugnis, dass die Verhandlungen für die für die Region so wichtige Zweite Rheinbrücke zwischen Karlsruhe und Wörth immer noch nicht begonnen haben. Wir brauchen auf Bundesebene nicht über Planungsbeschleunigung zu besprechen, wenn es Landesjustizminister Guido Wolf (CDU) nicht schafft, beim obersten und ohnehin überlasteten Verwaltungsgericht des Landes eine störungsfreie Arbeit zu ermöglichen. Auch dadurch wird das Verkehrschaos immer größer”, sagte Christian Jung. Für den FDP-Verkehrspolitiker ist es notwendig, dass es bei solch bedeutenden Bauprojekten wie der Zweiten Rheinbrücke und ihrem Anschluss an die B36 nur noch eine Klageinstanz vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gibt. National bedeutende Verkehrsprojekte sollten wie in Dänemark direkt vom Deutschen Bundestag beschlossen werden.

Bei dem liberalen Treffen sprach im Anschluss der sozialpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Pascal Kober MdB (Wahlkreis Reutlingen) über die Zukunft der Pflege.
Zurzeit gebe es in Deutschland rund 3,4 Millionen pflegebedürftige Menschen, von denen 800000 Menschen vollstationär betreut würden. Weitere 800000 Menschen würden von ihren Familie und Pflegediensten betreut, während 1,6 Millionen Menschen ausschließlich von Familienangehörigen gepflegt würden. “Dies zeigt, dass sich der Staat auf die Angehörigen verlässt, die sie sich gegenseitig unterstützen. Trotzdem fehlen schon jetzt 40000 Pflegekräfte, ihre Zahl wird in den kommenden Jahren bis auf 150000 anwachsen. Ein Grund ist dabei auch, dass die durchschnittliche Verweildauer einer Pflegekraft in ihrem Beruf nur 7,5 Jahre beträgt”, sagte Pascal Kober.

Pflegende Angehörige bräuchten deshalb dringend mehr Unterstützung, die die Bundesregierung bislang nicht vorsehe. “Hier muss nachgebessert werden, wie auch bei den versprochenen 13000 neuen Stellen, von denen bislang nur 300 refinanziert sind”, sagte Kober weiter. In diesem Zusammenhang dürfe Digitalisierung und Robotik die zwischenmenschliche Pflege nicht ersetzen, könne aber körperliche Belastungen und Bürokratie reduzieren.

„Es droht ein massives Verkehrschaos“

Veranstaltung der Freien Demokraten zur B35/B294 / Grün-schwarze Landesregierung muss Initiative zeigen

bauschlott9kBei der Veranstaltung der Freien Demokraten in Neulingen-Bauschlott konnten u.a. Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick (Bruchsal) und Oberbürgermeister Martin Wolff (Bretten) begrüßt werden. (Fotos: Simon Ohlig)

Bretten/Neulingen. Die Freien Demokraten in der Region engagieren sich weiterhin massiv für einen Ausbau der Verkehrs-Infrastruktur auf der Achse Bruchsal – Bretten – Bauschlott/Neulingen – Pforzheim (B35/B294). Dies wurde bei einer Veranstaltung der FDP zum Bundesverkehrswegeplan 2030 mit rund 90 Zuhörern Ende September 2016 in Bauschlott deutlich. Dabei referierten FDP-Landtagsabgeordneter Prof. Dr. Erik Schweickert (Enzkreis) und FDP- Regionalverbandsmitglied und Bundestagskandidat Dr. Christian Jung (Wahlkreis Karlsruhe-Land). Auch Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick (Bruchsal), Oberbürgermeister Martin Wolff (Bretten) und Michael Schmidt (Neulingen) konnten als Gäste begrüßt werden.

bauschlott2kFDP-Landtagsabgeordneter Prof. Dr. Erik Schweickert (l.) und FDP-Regionalverbandsmitglied und Bundestagskandidat Dr. Christian Jung sprachen in Bauschlott über den notwendigen Ausbau der Verkehrs-Infrastruktur in der Region.

„Die B35 und B294 sind schon jetzt je nach Tageszeit und sonstigem Verkehrsaufkommen (Baustellen, Unfälle) Ersatz-Autobahnen“, sagte Christian Jung in seinem Referat. Die baden-württembergische Landesregierung müsse bezüglich der Achsenplanung endlich aktiv werden, da in den kommenden Jahren ein „massives Verkehrschaos“ drohe. „Bisher sind leider keine koordinierenden Aktivitäten feststellbar. Wie wir vor kurzem bei der Vollversammlung des Regionalverbandes erfahren haben, fehlen zudem Mitarbeiter und Ingenieursleistungen beim Regierungspräsidium Karlsruhe für die notwendigen Planungen“, betonte Jung. Er erwartet auch deshalb von verschiedenen amtierenden Abgeordneten „mehr Aktivitäten für die Infrastruktur“. Bei der B35 in Bruchsal kommt für ihn nur noch eine „Tunnellösung“ in Betracht. Die Umgehungen von Bretten und Bauschlott können nach seiner Meinung am schnellsten realisiert werden (15-25 Jahre). Trotzdem sei eine abgestimmte Achsenplanung notwendig, weil Einzelmaßnahmen nur bedingt sinnvoll seien. „Es droht ein massives Verkehrschaos“ weiterlesen