4-Punkte-Plan zur Verkehrsplanung für Marxzell-Pfaffenrot

Pfaffenrot: Freie Demokraten informierten sich über Verkehrsprobleme
4-Punkte-Plan zur Verkehrsplanung für Marxzell-Pfaffenrot zusammen mit Bürgern entwickelt.

Nach einer Einladung aus der Bürgerschaft besuchten der stellvertretende FDP/DVP-Fraktionsvorsitzende und verkehrspolitische Sprecher Jochen Haußmann MdL (Mitte) sowie Regionalverbandsmitglied und FDP-Bundestagskandidat Dr. Christian Jung (2.v.l./Karlsruhe-Land) Pfaffenrot. Mit dabei war auch Bürgermeisterin Sabrina Eisele. (Foto: MS)

Marxzell-Pfaffenrot. Wegen der großen Verkehrsprobleme in Pfaffenrot und zu viel unnötigem LKW-Verkehr hatte eine Gruppe von Bürgern Regionalverbandsmitglied und FDP-Bundestagskandidaten Dr. Christian Jung (Karlsruhe-Land) zu einem Gespräch eingeladen. Jung brachte zu dem Treffen gleich den stellvertretenden FDP/DVP-Fraktionsvorsitzenden im Landtag, Jochen Haußmann MdL, mit, der auch verkehrspolitischer Sprecher seiner Fraktion ist. Empfangen wurden die beiden Liberalen Bürgermeisterin Sabrina Eisele, die zusammen mit Bürgern die Verkehrsprobleme von Marxzell darstellte. „Wir sind hier, um die Probleme vor Ort zu lösen“, sagte Christian Jung zu Beginn des Gesprächs, in dem ein gemeinsamer 4-Punkte-Plan entwickelt und nach gegenseitiger Abstimmung nun Anfang September veröffentlicht wurde.

Der Plan beinhaltet folgende Punkte, die man gemeinsam verwirklichen möchte, um Pfaffenrot vom Durchgangsverkehr und schweren LKWs zu befreien:

1.) Ab der Abzweigung der L564 auf die K3555 wird 100 Meter vor und nach der Kreuzung des Albtalradweges die zulässige Geschwindigkeit aus Sicherheitsgründen auf 30 km/h reduziert. Neben Schildern wird zudem eine Warnanlage installiert, die den kreuzenden Fahrradweg schützt.

2.) Aus Sicherheitsgründen wird der Verkehr auf der K3555 zwischen L564 und vor der Kurve des Ortseingangs von Pfaffenrot auf 70 km/h reduziert und mit Schildern markiert. Bei der gefährlichen Einmündung der K3555 zur Pfaffenroter Straße wird eine stationäre Geschwindigkeitsmessanlage installiert.

3.) In der Kurve der K3555 vor der Ortseinfahrt Pfaffenrot (von der L564 kommenden) wird die zulässige Geschwindigkeit auf 50 km/h reduziert.

4.) Wegen der unübersichtlichen Straßenverhältnisse und der Gefahrenstellen der K3555 innerhalb von Pfaffenrot wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h reduziert. Für die gesamte Ortsdurchfahrt von Pfaffenrot wird ein Durchfahrtsverbot für LKW über 7,5 t erlassen.

Ziel einer optimierten Verkehrsplanung sollte es sein, den Durchgangs- und LKW-Verkehr unter Einbindung der Navigationssysteme sinnvoll auf die Albtalquerspange (K3585 und K3556) zu verlagern.

Die Querspange hat die Aufgabe, die Landesstraßen L564 und L622 miteinander zu verbinden und somit die Ortschaften in diesem Bereich vor Durchfahrten zu schützen. Diese Orte sind auf der einen Seite Etzenrot und Spielberg und auf der anderen Seite Pfaffenrot.

An der Abzweigung der Albtalquerspange von der L564 ist die Strecke mit „Ittersbach“ ausgeschildert. Dadurch werden die Orte Etzenrot und Spielberg geschont. Was fehlt ist der entsprechende Hinweis, der die Umgehung von Pfaffenrot empfiehlt, nämlich „Langenalb“.  Es ist also von den zuständigen Behörden die gewollte und sinnvolle Verkehrslenkung durch entsprechende Beschilderung deutlich und unmissverständlich kenntlich zu machen.

Folgende in der Nähe liegende Strecken wurden in der Vergangenheit schon optimiert und dienen als Planungsvorbild: Tempolimit 70 km/h auf der Strecke von Marxzell nach Langenalb ( K3555 und K4549); Tempolimit 70 km/h auf der Strecke von Fischweier nach Schöllbrunn ( K3554 und K3553) sowie innerorts Tempo 30 km/h in Schöllbronn (u.a. auf die L613); Tempolimit 70 km/h auf der Strecke von Marxzell nach Langenalb (K3555 und K4549); Tempolimit 70 km/h auf der Strecke von Marxzell nach Burbach (K3554 und K3553).