FDP-Bundestagsabgeordneter Christian Jung: Bevorstehende Schnakenplage am Oberrhein und Gesundheitsrisiken dürfen nicht unterschätzt werden

Linkenheim-Hochstetten/Dettenheim/Karlsruhe. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung (Karlsruhe-Land) sagte zu der nun in den kommenden Wochen drohenden Schnaken- und Stechmückenplage mit einem Schwerpunkt zwischen Karlsruhe und Mannheim am Freitag (31. Mai 2019):

“Die nun bevorstehende und aktuell nicht mehr durch weitere Kräfte zu bekämpfende Schnaken- und Stechmückenplage mit einem Schwerpunkt zwischen Karlsruhe und Mannheim und mögliche Gesundheitsrisiken für die Bevölkerung dürfen wir nicht unterschätzen. In welcher Intensität die Schnaken und Stechmücken auftreten werden, weiß niemand genau. Deshalb muss die Lage ab sofort jeden Tag in den kommenden vier bis sechs Wochen behutsam analysiert werden. Ich wünsche mir für die Zukunft, dass die Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) sofort von staatlicher Seite unterstützt wird, wenn wieder Hubschrauber ausfallen sollten. Ob die Unterstützung aus der Luft dann durch umgerüstete Polizei- oder Bundeswehrhubschrauber durchgeführt wird, ist sekundär. Die Frage stellt sich, ob die Kabs organisatorisch und finanziell nicht mehr als bisher von den betroffenen Bundesländern unterstützt wird, um die aktuellen Probleme in Zukunft zu minimieren. Dazu muss es zeitnah eine Lösung geben.”

Verkehrsentlastung für Östringen und Angelbachtal

Auch nach der Europa- und Kommunalwahl sind die beiden FDP-Bundestagsabgeordneten Jens Brandenburg (Rhein-Neckar) und Christian Jung (Karlsruhe-Land) im Einsatz. Ende Mai 2019 trafen sich die beiden FDP-Politiker in Östringen (Landkreis Karlsruhe) mit Bürgermeister Felix Geider (Freie Wähler) und seinem Angelbachtaler Kollegen Bürgermeister Frank Werner (CDU). Thema war die im Bundesverkehrswegeplan 2030 geplante Ortsumgehung der B292 von Östringen, die nach Auffassung der vier Politiker mit der B39 kombiniert und ebenso für Angelbachtal (Rhein-Neckar-Kreis) zu einer Verkehrsentlastung führen sollte. Bericht folgt!

Herde, Backöfen und Dunstabzugshauben

FDP-Politiker Christian Jung zu Gast bei Neff in Bretten

Ende Mai besuchte der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung (Karlsruhe-Land) die BSH Hausgeräte GmbH am Standort Bretten. Das Unternehmen fertigt in der Melanchthonstadt insbesondere Herde, Backöfen und Dunstabzugshauben der Traditionsmarke Neff und beschäftigt vor Ort über 1.000 Mitarbeiter. Insgesamt zählt die BSH zu den weltweit führenden Produzenten innovativer Küchengeräte und ist Marktführer in Europa. Christian Jung zeigte sich bei einer Werksführung mit FDP-Kreisvorsitzenden Heiko Zahn und weiteren FDP-Kommunalpolitikern begeistert von der Innovationskraft der Marke Neff: „Mit immer effizienteren Produkten und der zunehmenden Verknüpfung von Hausgeräten und digitalen Services arbeitet Neff am Puls der Zeit“, sagte der Liberale.

Bei einem Gedankenaustausch mit Geschäftsführer und Werksleiter Thomas Baumeister sowie Managern des Unternehmens hatte Jung zuvor bekräftigt, dass eine weiträumige Südwestumgehung der B294 für Bretten ebenso notwendig sei wie eine adäquate Straßeninfrastruktur in der gesamten Region Karlsruhe: „Wir müssen den zunehmenden LKW-Verkehr besser kanalisieren, aus Städten und Gemeinden heraushalten und Straßenbauprojekte im Rahmen von Achsen denken, so etwa von Bruchsal über Bretten nach Pforzheim.“ Besorgt zeigte sich die Werksleitung angesichts eines möglichen Brexits im Herbst 2019. Denn ein großer Teil der in Bretten hergestellten Geräte werde nach Großbritannien exportiert. Durch neue Zölle und weitere Handelsbarrieren in Folge eines „harten Brexits“ könnten diese Ausfuhren massiv erschwert werden. Jung äußerte daraufhin seine Hoffnung auf ein zweites Referendum, mit dem die Briten den Austritt ihres Landes aus der Europäischen Union widerrufen könnten.

Drohende Schnakenplage am Oberrhein

FDP-Bundestagsabgeordneter Christian Jung fordert Bundeswehr-Einsatz im Landkreis Karlsruhe und Ausrufung des Katastrophenfalls durch die Landesregierung

Bild von Mark Minge auf pixabay

Linkenheim-Hochstetten/Dettenheim/Karlsruhe. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Christian Jung (Karlsruhe-Land) fordert nach verschiedenen Gesprächen und Vor-Ort-Terminen in den vergangenen 24 Stunden die Ausrufung des Katastrophenfalls wegen der drohenden Schnakenplage für den Landkreis Karlsruhe. “Die Landesregierung muss den Katastrophenfall sofort ausrufen und die Bundeswehr und das Technische Hilfswerk sowie weitere Rettungskräfte anfordern, um die regionalen Schnakenbekämpfer vor allem rund um Linkenheim-Hochstetten und Dettenheim zu unterstützen”, sagte Christian Jung am Donnerstag.

“Wir brauchen jetzt pragmatische und unbürokratische Hilfe sowie zusätzliche Ressourcen, um in den kommenden sieben Tagen die Schnakenplage und eine akute Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung noch abwenden zu können. Nach dem Ausfall aller Hubschrauber der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) ist die Bekämpfung der Stechmücken nur noch mit der Bundeswehr und dem Technischen Hilfswerk und der vorhandenen Infrastruktur für Katastrophenfälle möglich”, betonte der FDP-Politiker.

Die Frage stelle sich zudem, ob der Katastrophenfall nicht komplett auf alle Rheinanlieger-Gemeinden in Baden-Württemberg am Oberrhein ausgerufen werde. Durch die Niederschläge und das warme Wetter der vergangenen Tage gebe es vor allem zwischen Karlsruhe und Mannheim “optimale Entwicklungsbedingungen für die Schnaken und die gefährliche Asiatische Tigermücke, die Krankheiten wie Gelbfieber oder das Zika-Virus übertragen” könne. Innenminister Thomas Strobl (CDU) und Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) müssten nun sofort einen Krisenstab einrichten und die betroffenen Bürgermeister unterstützen, die sich bereits Hilfe suchend an die Landesregierung gewandt hätten. “Wir haben sehr wenig Zeit”, sagte Christian Jung weiter.